Schon wieder Meningokokkenalarm

In den Medien erschien unlängst ein Bericht über den Tod eines jungen Mädchens aus Italien. Sie hatte am Weltjugendtag in Polen teilgenommen. Auf dem Weg in ihre Heimat sei sie plötzlich an Meningokokkenmeningitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhaut) erkrankt und ist in einem Spital in Wien gestorben.
Im Zusammenhang mit diesem tragischen Ereignis wurden die mitreisenden Teilnehmer panikartig zu unbegründeten  Maßnahmen aufgerufen. Das Spital hat jeder Person, die mitgereist war, geraten, sich präventiv untersuchen zu lassen. Für Personen, die eben mit der Verstorbenen näher beisammen waren, seien prophylaktische Maßnahmen ergriffen worden. Sehr wahrscheinlich hatte man ihnen Antibiotika verordnet.

Eine Diagnose Meningitis ruft offensichtlich Panik hervor. Sie führt bei Laien, aber auch bei mittelmäßigen Medizinern zu unbedachten Reaktionen. Meningokokken sind kugelförmige Bakterien, die bei diesem Leiden eine wichtige Rolle spielen. Es herrscht offenbar die Vorstellung, dass diese Mikroorganismen aus dem Gehirn nun über dem Weg über die Nase, z.B. beim Niesen auf die Menschen der Umgebung überspringen. Die Angst, dass unser Gehirn befallen werden könnte, scheint jede sachliche und nüchterne Überlegung zu lähmen. Fälle von Meningokokkenmeningitis ereignen sich jedoch nur bei einzelnen Personen, praktisch nie bei mehreren Personen in der Umgebung und zur gleichen Zeit. Es wird behauptet, dass bei sehr engen Körperkontakten die Krankheit übertragbar wäre. Das kommt allerdings so gut wie nie vor. Bekanntlich lassen sich bei nicht wenigen Menschen in der Nase und im Rachen Meningokokken ständig nachweisen, ohne dass diese Menschen an Meningitis erkranken.
Leider ist die gängige medizinische Meinung diesbezüglich sehr einseitig. Man sucht nur nur nach Mikroorganismen und werden diese gefunden, dann gibt man sich mit dieser Erklärung zufrieden. Die einzige Konsequenz ist dann die Desinfektion, d.h. die Bekämpfung der Bakterien mit Antibiotika. Der Erfolg dieser Behandlungsmethode ist oft genug enttäuschend, wie eben auch in diesem tragischen Fall.

Wir wollen nun die Vorgeschichte der akuten Erkrankung dieses Mädchens näher untersuchen.
Reisen selbst sind oft anstrengend.
Es ist nicht anzunehmen, dass die Jugendlichen auf dieser Reise ausreichend Schlaf gefunden hätten. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sie schon mehrere Tage viel zu wenig geschlafen hatten.
Es war Hochsommer: Die großen Veranstaltungen waren im Freien und die Teilnehmer waren viele Stunden einer starken Sonneneinwirkung ausgesetzt.
Die Hitze im Autobus führte sicherlich zu vermehrten Schwitzen. Aus dem Bedürfnis nach frischer Luft lassen sie während der Fahrt die Fenster offen oder übertreiben die willkommene Abkühlung durch die Klimaanlage. Dabei kam es mit Sicherheit zu mehr oder weniger leichten Unterkühlungen durch Zugluft.

Wir haben also Umstände, die bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen oder Fieber ausgelöst haben: Schlafmangel, intensive Sonneneinwirkung (der Sonnenstich ist bereits ein Vorstadium einer Hirnentzündung) und Zugluft bei überhitzten und verschwitzten Personen.
Wenn nun solche Patienten ihre Kopfschmerzen oder ihr Fieber mit starken Schmerz- und Fiebermitteln bekämpfen, dann ist eine Hirnhautentzündung gar nicht selten eine Folge davon. Das ist längst bekannt.
Die allgemein vorherrschende Behauptung, dass Bakterien plötzlich ohne Ursache aggressiv werden und das Ausblenden aller anderen auslösenden Umstände führen dann zu diesen unbedachten Reaktionen vieler Mediziner. Wenn Ärzte nur ins Mikroskop schauen, sich aber nicht um das Umfeld des erkrankten Menschen und dessen Vorgeschichte kümmern, dann ziehen sie die falschen Schlüsse. Wenn Ärzte selbst in Panik geraten, werden folgenschwere Fehlentscheidungen nicht ausbleiben.
Die Impfbetreiber melden sich dann umgehend in den Medien zu Wort. Sie beteuern dann mit tiefer Betroffenheit, dass unberechenbare feindliche Bakterien wieder einmal zugeschlagen haben. Ja, wären diese Menschen gegen unsere neue Impfung geschützt gewesen, könnte dieses Mädchen noch leben…